6.Peru

Am nächsten Morgen fuhren wir nur ca. 10 km an die peruanische Grenze. Die Einreise für uns beide lief problemlos ab. Aber dann: wir hatten keine Versicherung für unser Auto. An der Zollstation gab es keine zu kaufen. Nach langem hin und her fuhr der Zollbeamte mit Michael in einem Tuck-Tuck in den 5 km entlegenen nächsten Ort, um in einem Kiosk am Marktplatz eine Versicherung für das Auto zu kaufen. Er lieh Michael das Taxi-Geld und das Geld für die Versicherung, denn wir hatten noch keine Soles. Nachdem Michael Geld gewechselt hatte, zahlte er es ihm zurück und gab ihm 10 USD. Er hat sich gefreut, sie kamen zurück und das wichtige Papier für das Auto wurde ausgestellt und wir konnten weiter fahren. Es ging weiter am Titicacasee in Richtung Puno. Es war eine sehr schöne Strecke. Wir checkten im ECO-Hotel für 20 USD ein, nein wir schliefen im Auto vor dem Hotel! Wir holten uns noch im Hafen, wo wir auch aßen, Tickets für den nächsten Tag für eine Fahrt mit dem Boot zu den Islas de las Uros, den schwimmenden Inseln. Um 18:40 Uhr waren wir schon im Bett, denn es war schwarze Nacht.

Am nächsten Morgen parkten wir auf dem bewachten Parkplatz am Hafen. Unser Boot sollte um 9:10 Uhr starten, es wurde natürlich später. Circa eine halbe Stunde fuhren wir mit dem Boot auf den See hinaus, um dann auf den schwimmenden Inseln an „Land“ zu gehen. Es ist schon komisch auf dem wackligen Untergrund zu gehen. Begrüßt wurden wir von dort lebenden Uros in traditioneller Kleidung. Schön bunt! Erst wurde uns erklärt, wie dort gebaut wird. Dann wurden wir aufgeteilt und Rosa nahm uns mit in ihr Haus. Das wichtigste dortdrin in dem einen Raum war ein riesiges Bett. Rundherum hingen ihre kunterbunten Röcke an den Wänden. Sie überredete uns in traditionelle Kleidung zu steigen, natürlich nur für ein Foto. Dann mußten wir selbstverständlich an ihrem Marktstand etwas kaufen. Es wurde ein Wandbehang mit Pachamama (Mutter Erde)! Gegen 12:00 Uhr waren wir wieder zurück in Puno. Wir mußten tanken und das Auto hatte mal wieder eine gründliche Wäsche nötig. Am Nachmittag ging es dann weiter in Richtung Cusco.

Wir machten unterwegs noch einen Stop zu Vicente in die Berge. Nachdem er uns sein Museum mit ausgestopften Tieren gezeigt,und wir ihm 20 Soles gegeben hatten, erlaubte er uns, vor dem Museum zu schlafen. Da wir keinen Strom hatten, dauerte es auf unserem Spiritus-Kocher etwas länger, bis wir Rühreier zustande brachten. Es wurde schnell dunkel und wir waren wieder früh im Bett. Die Nacht war saukalt, wir hatten Eisblumen am Fenster.

So früh sind wir noch nie losgekommen. Nach Tee und Müsli ging es schon um 8:00 in der Früh weiter, überwiegend an einem Fluß mit vielen Kleinbauern, die ihre Felder bestellten. Mais und Kartoffeln wurden gehackt. Es war ein heißer Tag. Das Thermometer im Auto zeigte teilweise 45 Grad an.

Nachmittags kamen wir in Cusco an und das Navi lotste uns durch ganz enge Gassen den Berg hinauf zum Campingplatz Quinta Lala. Dort waren zwei französische Paare und die Argentinier Pablo und Cielo aus Cordoba. Die waren im Honeymoon!!!

Wieder gingen wir, nachdem es Linsensuppe mit Gemüse und Speck gab, früh ins Bett wegen der Dunkelheit und Kälte. Man konnte abends nicht mehr draußen sitzen.

Wir blieben eine ganze Woche in Cusco. Wir hatten einen sicheren Platz, konnten täglich frische Eier von freilaufenden Hühnern bekommen, hatten eine warme Dusche, die Wirtin machte die Wäsche und es waren nette Leute dort. Mit dem Taxi fuhren wir täglich in die Stadt, buchten die zweitägige Tour nach Machu-Picchu, kauften ein und aßen etwas. Es gab leckere Apfelkuchen. Drei verschiedene haben wir probiert. Auch gab es zwei Bäckereien, die Graubrot mit Körnern hatten. Beim Friseur war ich auch. Ist auch ganz schön kurz geworden. Wir waren dort sehr solide, gingen immer früh ins Bett. Es gab sogar Nächte, in denen wir unsere Lammfelle von den Autositzen mit ins Bett nahmen und mit Mütze schliefen. Es war einfach irre kalt in der Nacht.

Am nächsten Morgen klingelte der Wecker um 4:30 Uhr! Ich guckte aus dem Fenster und sah in der Morgendämmerung schon viele Menschen auf der Straße Schlange stehen.

Wir reihten uns dort auch ein, kauften Cafe und Sandwiches, Wasser hatten wir uns schon am Tag zuvor besorgt. Kurz vor 6:00 Uhr kamen wir mit dem Bus weg. Oben am Machu-Picchu-Berg angekommen, empfing uns unser Reiseleiter Champi. Erst Bano, dann 2 Stunden Führung mit Champi durch die Ruinen rauf und runter, sehr hohe Stufen, ganz schön anstrengend. Die Sonne kam erst gegen 10:00 Uhr durch, sodass wir nochmal durch den Eingang zur zweiten Runde auf den Berg getappert sind. Nun war es aber ganz schön heiß. Viele Moskoto-Stiche!!!

Zum Mittagessen waren wir zurück im Machu-Picchu-Dorf. Danach stiegen wir noch zu den Thermen in Aquas Calientes auf, denn wir waren klitschnaß geschwitzt.

Nach einem Bad in warmem Wasser gingen wir wieder zurück ins Dorf, tranken Cafe und fuhren dann um 16:20 Uhr zurück mit dem Inka-Trail nach Ollantaytambo. Dort nahmen wir uns einen Bus nach Cusco, wo wir kaputt um ca. 21:00 Uhr ankamen und sofort ins Bett gingen.

Am nächsten Morgen hatten wir nichts zum Frühstück. Unsere Wirtin gab uns Eier und Brot. Wir haben dann den Regen abgewartet und sind erst nachmittags in die Stadt runtergegangen. Haben dann dort auf einem Balkon, mit Blick über den großen Platz vor der Kathedrale Mittag gegessen. Michael hat Alpaka probiert. Sehr festes Fleisch. Abends regnete es wieder und wurde frisch. Somit gingen wir wieder früh ins Bett. Haben uns ein paar Soko`s angesehen. Unsere Moskitostiche haben uns geärgert!

Am Donnerstag sind wir über Saihuite und Abancay, wo wir Pollo gegessen haben, zum Camping Quinta Recrea la Huerta gefahren. Es war eine tolle Strecke, bergauf, bergab, Serpentinen ohne Ende! Unterwegs kauften wir an einem Stand frische, reife Mangos und Bananen. Wir blieben nur eine Nacht, denn es gab keinen Strom und keine heiße Dusche. Die Oma in der Küche gab mir heißes Wasser für Tee, und als Wechselgeld gab sie mir drei unreife Avocados.

Auf nach Nasca!

Die Fahrt bestand wieder aus hunderten von Serpentinen, und hohen Bergen, die teilweise mit Schnee bedeckt waren. Es war eine abwechslungsreiche Landschaft. Es ging teilweise bis auf 4.500 m hoch. Dort oben haben wir hunderte von Alpakas gesehen, auch viele Schafe und Lamas. Leider waren die letzten 50 km nur noch kahle Berge und Wüste. Ätzend!

In Nasca konnten wir hinter dem Hotel Maison Suisse campen. Haben im Hotel gegessen. Sonst keine Gäste – ist keine Saison.

Vormittags sind wir dann vom Airport-Taxi abgeholt worden zu unserem Flug über die Nasca-Linien (80 USD + 25 Soles Tax pP). Das war vielleicht eine wackelige Angelegenheit, uns war beiden schlecht. Müssen wir nicht wieder machen.

Am Nachmittag sind wir dann nur durch Wüste in Richtung Meer (Pazifik) gefahren.

Nur in Ica, dort wo der Pisco hergestellt wird, war es etwas grün durch Wein- und Spargelanbau.

Wir sind dann nach Paracas zum Kite-Club an den Strand gefahren. Dort trafen wir Miriam und Thomas, Freunde von Anja und Tobi.

Die Männer haben von Nachbarn einen alten Camper repariert. Es war ein heißer Tag, ich habe mir den Pelz verbrand. Der Strand war ganz toll! Flamingos und viele andere Vögel suchten direkt am Strand nach Futter. Eine Idylle! Nachmittags gab es Wind zum Kiten und es kamen noch etliche Einheimische zum Surfen.

Abends kochte Mike noch Nudeln mit Hack. Später haben wir gekniffelt.

Noch später gab es dann nebenan eine Abschiedsparty mit Musik. Wir waren auch eingeladen, aber zu müde.

Am nächsten Morgen ist es wieder heiß, wir packen ein und fahren in Richtung Lima. Wieder nur Wüste, kein grün!!!

Die Landrover-Werkstatt war Michaels Ziel – leider war Hanibal nicht da, sodaß wir dort nicht nächtigen konnten.

5.Bolivien

 

Am 28.Oktober haben wir uns, nachdem wir nochmal bei Copec vollgetankt haben, auf den Weg nach Bolivien gemacht. Der Grenzübertritt für uns beide fand noch in San Pedro statt. Für das Auto sollten wir das benötigte Papier oben auf dem Pass in ca. 80 km erhalten. Nah mal sehen, erstmal hoch! Unterwegs trafen wir noch das französische Paar mit der Azalai, von dem die Schweizer erzählt hatten. Bevor wir die erste Lagune zu sehen bekamen, mußten wir noch für die nächsten Tage Parkeintritt bezahlen. Nachdem das erledigt war ging es direkt zur Laguna Blanca und dann zur Laguna Verde. Nur Schotterwege, aber gut zu fahren. Die umliegenden Berge waren durch ihre Höhe und das Farbspiel sehr beeindruckend. Auf dem Weg zur Zollstation in einer Mine in 5.025 m Höhe, haben wir noch einen Stop bei den Geysiren gemacht. Wir waren den ganzen Tag unterwegs, bergauf, bergab. Schließlich haben wir die rote Lagune, die Laguna Colorada gegen Abend nach einem richtigen Höllenritt erreicht, denn wir haben wohl nicht die richtige Spur getroffen. Bei dem Licht sah sie wirklich weinrot aus. Auf jeder Lagune gab es unendlich viele Flamingos und andere Vögel zu sehen. Wir haben vor dem Hostel unser Dach hochgeklappt und sind früh schlafen gegangen, denn es war bitterkalt. Morgens hatten wir dann noch 4 Grad minus. Dennoch sind wir schon um 7:30 Uhr keuchend zur Lagune marschiert, um schöne Fotos von den Flamingos im Morgengrauen zu machen. Frühstück und duschen fiel aus. Wir bekamen kein heisses Wasser. Also weiter in Richtung Uyuni. Unterwegs gab es noch die ein oder andere Lagune, ebenfalls mit Flamingos.

Gegen Abend kamen wir dann in Uyuni an, nahmen uns ein Zimmer im Hotel Tonito und aßen abends Pizza. Sehr zu empfehlen. Am nächsten Morgen haben wir dann Geld getauscht und waren auf dem Markt von Uyuni, um ein paar Besorgungen zu machen. Die Trauben waren so groß wir Pflaumen, sehr lecker. Vor dem Hotel haben wir dann Serge und Sylviane aus der Schweiz getroffen, Bekannte von Cornelia und Jean. Wir haben uns für den Abend zum Essen verabredet.

Nachdem wir unser Auto haben waschen und für den Salar prepaieren lassen, haben wir getankt und ab ging es in Richtung Salar de Uyuni. Circa 20 km Asphaltstraße, dann ging es auf den Salzsee. Unbeschreiblich, soweit das Auge reicht, nur Salz statt Wasser. Im Hintergrund nur Berge, bzw. Felsen, die aus dem See schauten. Schwarze Punkte, die wir erspähten, stellten sich später als Autos heraus. Bei der Insel Incahuasi haben wir auf dem Salar unsere Markise aufgestellt und eine Pause gemacht. Dort waren auch etliche Touris aus aller Herren Länder mit Landcruisern und ihren Führern. Nachdem wir fast den ganzen Tag auf dem Salzsee rumgebrettert sind, haben wir uns dann abends in dem Hotel Les Jardins de Uyuni ein Zimmer genommen. Sehr schön. Zum Abendessen kamen dann die beiden Schweizer ins hoteleigene Restaurant und wir haben viel erzählt und gut gespeist.

Am nächsten Morgen sind wir, nachdem wir unsere Wäsche abgeholt haben, in Richtung Potosi gefahren. Die Straße war recht gut, sodass wir schon mittags in Potosi waren. Es war uns dort aber zuviel Trubel, darum sind wir einfach durchgebraust. Weiter ging es auf einer ebenfalls guten Straße mit unzähligen Lamas, Schafen und Ziegen am Straßenrand nach Sucre zu Felicidad und Alberto in den Garten. Auf der Fahrt dorthin war es sehr heiß, wir hatten teilweise 36 Grad und mehr in den Bergen. Aber es waren tolle Aussichten auf Bergformationen, in tiefe Canyons. Auch gab es unterwegs Ackerbau und Viehzucht, sowie viele schön angelegte Gemüsegärten.

In Sucre haben wir jeden Tag im Mercado eingekauft, was wir so brauchten. Das Gemüse und Obst war geschmacklich einfach toll. Am 2.11. war in Sucre Allerheiligen, also Feiertag. Deshalb gab es kein Brot und andere Lebensmittel zu kaufen. Wir aßen in einer Pollerie ein dickes Hähnchen. Perfekt! Als wir wieder kamen, hatte sich neben uns eine Familie mit 4 kleinen Kindern aus Frankreich mit Anhänger aus Südafrika und Dachzelt niedergelassen.

Am nächsten Tag kamen noch Tim und Jule mit Chicha dazu. Nachts gab es noch Disco in der Nähe. Ganz schön laut.

Wir sind in der Casa de la Libertad gewesen und haben eine englische Führung mitgemacht. Das war geschichtlich sehr interessant. Am Abend sollte dort ein Treffen zwischen dem Präsidenten Evo Morales und dem Präsidenten von Peru Kuczinski stattfinden.

Am Samstag ist Michael zum Friseur gegangen und mit Fastglatze (1mm) wieder rausgekommen. Das hält die nächsten 8 Wochen.

Abends haben wir unseren Cob rausgeholt und mit allen auf dem Platz zusammen gegrillt, gekocht, gegessen und erzählt. Ein schöner Abend!

Am Sonntag sind wir mit dem Bus morgens um 8:30 Uhr nach Tarabuco auf den welt-bekannten Markt gefahren. Das hat Spaß gemacht. Wir haben eine Originaldecke, eine Tasche und eine Geldbörse gekauft. Gegen 15:00 Uhr waren wir wieder zurück.

Am Montag sind wir dann nach 6 Tagen Sucre, eine wirklich hübsche Stadt im Kolonialstil, in Richtung La Paz aufgebrochen. Haben aber noch in Cochabamba im El Ponche Halt gemacht. Das war wirklich urig. Unterwegs hatten wir teilweise 40 Grad, aber auch Schnee auf dem Paso Libertad. Verrückt!

Die Straße nach La Paz war auch wieder überraschend gut und überwiegend geteert. Tolle Aussichten unterwegs auf schneebedeckte Berge, sonst auch wieder viele Gemüsefelder. Es wird noch mit Rindviechern gepflügt. Wir mußten duch El Alto, der Schwesterstadt von La Paz, fahren, um zu unserem Hotel Oberland zu kommen.

Dort waren wir am auspacken, als wir mit Hummel-Hummel ……angesprochen wurden.

Es handelte sich hierbei um Gert, der seit 35 Jahren in Südamerkia lebt. Er bot sich an, uns am nächsten Tag durch bzw. über La Paz zu führen. Wir verabredeten uns für 9:00 Uhr morgens. Das Hotel von Walter ist sehr schön, leider gab es keine anderen Overländer , um sich auszutauschen. Dennoch haben wir dort gut gegessen und sind relativ früh ins Bett gegangen.

Am nächsten Morgen kam Gert und wir sind erstmal mit dem Taxi zur grünen Seilbahnstation gefahren. Die Seilbahnen von La Paz sind sehr beeindruckend, eine technische Meisterleistung. Man kann die Stadt von oben hervorragend anschauen. Gert hat uns zu Allem etwas Geschichtliches und auch neuzeitliches erzählen können. Es gibt aber nicht nur die grüne, nein die gelbe und auch die rote Seilbahn. Die blaue steht kurz vor der Eröffnung. Zwischen den Bahnen sind wir auch noch Taxi, Minibus und Tuff-Taxi gefahren. Auf dem organisierten Markt vor der Endstation der roten Seilbahn haben wir ein paar Kleinigkeiten gekauft. Die Marktfrauen waren sehr aufgeschlossen. Nittags haben wir in der Stadt in einem typischen Einheimischen-Lokal gegessen und Quinoa-Bier probiert. Das war fast neben einem Altersheim. Mit dem Taxi waren wir noch auf einem tollen Aussichtsturm. Von dort sind wir dann runtergegangen zu dem wichtigsten Platz der Stadt, dem Plaza Murillo mit Palacio Legislativo, usw…. Dann waren wir noch auf dem Hexenmarkt und sind anschließend mit dem Tuff-Taxi zum Hotel Oberland zurückgefahren. Es stiegen noch 2 junge Mütter mit Babies und zwei Männer zu. Vorne saß man zu dritt! Ein Erlebnis.

Bei dunklem Erdinger Importbier haben wir dann den Tag ausklingen lassen.

Von La Paz ging es am Donnerstag weiter in Richtung Titicacasee. Nachdem wir wieder durch El Alto fahren mußten, was wirklich eine Herausforderung war. Denn es gab wahnwitzige Umleitungen, sprich gelbe Pfeile, die uns richtig Zeit gekostet haben. Nach fast zwei Stunden waren wir dann endlich auf der Ruta 2, die noch lange nicht fertig sein wird. Immer wieder Baustellen auf der Fahrt. Nachdem wir endlich getankt hatten, es gab keinen Diesel, ging es dann in Richtung San Pablo de Tiquina, wo wir auf dem Titicacasee übersetzten mit der Fähre nach San Pedro de Tiquina. Dann hinterrücks durch die Berge in den Ort Copacabana am Titicacasee zu Martha auf den Campingplatz Suma Samawi, direkt am See gelegen.

Um in den Ort zu kommen, muß man etwa 1,5 km zurücklegen. Es ist schon touristisch. Am Ankunftstag gab es einen Wettbewerb von Spielmannszügen in der Stadt. Am zweiten Tag haben wir Leute wiedergetroffen, denen wir schon mehrfach in Sucre begegnet waren. Die Welt ist doch klein.

Heute haben wir beschlossen, noch zwei Tage hier zu bleiben. Es ist schön ruhig hier auf unserem Platz. Wir haben heute die geschmückten Autos vor der Kathedrale stehen sehen, die sich die Autobesitzer segnen lassen.

Am Sonntag ab 15:00 Uhr stieg hier auf dem Platz bei Martha eine kleine Party von Einheimischen mit ca. 15 Personen, einem DJ mit riesigen Boxen + lauter Salsa-Musik. Aber es wurde nicht getanzt. Die Kinder waren in weiß gekleidet und die Frauen in traditioneller Kleidung, wirklich hübsch. Die Männer waren zeitgemäß gkleidet. Als Geschenke gab es einen kleinen Schrank und ein Bett. Es wurde viel Bier getrunken. Erst als es stockfinster war standen alle auf zum Tanzen. Ich wollte das fotografieren, aber es war zu dunkel. Die Männer haben mich gepackt und ich mußte mit jedem tanzen, bis ich keine Luft mehr bekam. So gegen 22:00 Uhr war das Fest dann vorbei, ich glaube wegen der Kälte. Die Nacht hatte höchstens 6 Grad.