3. Ruta 3 nach Ushuaia

Die Fahrt auf der Ruta 3 nach Ushuaia

 


Mittags gab es die berühmte Linsensuppe, aber diesmal rein vegetarisch(lecker). Nina hat den ganzen Tag mit Fernando Plätzchen im Bikini gebacken. Es waren nämlich 40 Grad und der Pool wurde oft benutzt.
Nachdem wir Heiligabend mit Lomo, Spätzle, Rot- und Blumenkohl Weihnachten eingeleitet haben, gab es zum Nachtisch Rote Grütze mit Eis, achja vorweg gab es Lachs auf Toast. Die Bescherung war spät und wir hatten viel Spaß und waren um 3.00 Uhr morgens im Bett.
Am ersten Feiertag gab es Lachs von der Parilla. Der 26. Dez. Ist in Argentinien kein Feiertag. Mittags gab es Fischsuppe und abends Asado mit einem ganzen Lamm. Einfach toll!!!
Am 27. gab bei Affenhitze draußen Pizza bis zum Abwinken aus dem Kugelofen. Abends Abendbrot.
Am 28. konnte Michael mit Vicky die in Belgrano gefertigten Ersatzteile für unsere Markise abholen. Sie passen, Gott sei dank! Große Freude!!!
Wir packen unser Zelt ein und unsere Kisten um, nachem ich alles einmal gewaschen habe.
Morgen geht es endlich los mit unserer Panamericana:
Am 29.12.2015 geht es bei 40 Grad im Schatten los. Die erste Nacht schliefen wir in Sierra de la Ventana. Nachts regnete es und es hatte sich etwas abgekühlt. Wir fuhren über Tornquist, Bahia Blanca nach Viedma. Dort kauften wir ein und waren bei der Turistinformation. Die empfahlen uns nach El Condor zu fahren. Dort haben wir übernachtet und gut Fisch gegenüber bei Al Reparo gegessen. Außerdem gab es dort Papageienhöhlen mit tausenden von Papageien zu sehen. Von El Condor fuhren wir, nachdem wir in Punta Bermeja eine Seelöwenkolonie besucht hatten, auf einer sehr schönen Küstenstraße (leider Schotter) in Richtung Peninsula Valdes. Dort kamen wir abends auf dem völlig überfüllten Campingplatz Piramides an. Und wen trafen wir dort?
Beat und Theresia! Wir stellten uns hinter den beiden auf und feierten Sylvester zusammen mit Rotwein und natürlich Sekt. Das Treiben rings um uns herum war köstlich mit anzusehen. Es war nicht so laut wie befürchtet.
Prost Neujahr!
Gefrühstückt haben wir bei der Tanke mit Milanesa von gestern und sind dann wieder Schotterstraße auf Valdes zu den Seelöwen und Magellanpinguinen gefahren. Dort haben wir wieder Beat und Theresia, sowie die Brasilianer getroffen. Unterwegs haben wir einige Guanacos, zwei Füchse, ein Gürteltier und jede Menge Vögel und Hühner gesehen.


Völlig verstaubt kamen wir in Puerto Madryn auf dem Campingplatz ACA an, bauten unser Zelt auf und gingen erstmal duschen. Es war eine stürmische Nacht mit ein bißchen Regen. Dort blieben wir drei Tage. Hinter uns zeltete ein Schweizer namens Eric, der seit längerem mit seinem Hund Capo und seinen Kindern in Bariloche in Argentinien lebt. Eric half uns am nächsten Tag Dollars in Peso zu tauschen, was bisher ein großes Problem war. Denn die Banken wissen nicht, was sie nach dem Regierungswechsel tun dürfen. Also machen sie nichts. Kein Geldtausch und auch keine Möglichkeit, an irgendeinem Automaten Geld zu ziehen.
Wir fahren nach Punta Loma, um dort eine große Seelöwenkolonie zu sehen. Wir sahen nicht nur Seelöwen, sondern auch jede Menge Pinguine, Guanacos und Nandus in dem Nationalpark, sowie wieder unzählige Seevögel. Aber nicht genug damit, wir mußten auch noch unbedingt in den Nationalpark Punta Tomba. Dort gibt es rund 1Mio. Magellanpinguine und natürlich auch wieder viele Guanacos und Nandus. Ziemlich spät kommen wir in Camarones auf dem Campingplatz an. Noch ein Bier und ab ins Bett!
Am nächsten Morgen fahren wir an der Küste nur über Sandpisten ins Reservat Cabo Dos Bahias und sehen wieder, welch ein Wunder, Pinguine und Seelöwen.
Abends essen wir in dem einzigen Hotelrestaurant Langusten. Sehr lecker!
Nach zwei Tagen fahren wir weiter nach Rada Tilly, hinter Comodoro Rivadavia und treffen dort wieder auf Beat und Theresia.


Der 7. Januar wird uns immer im Gedächtnis bleiben. Wir verabschiedeten uns am Morgen von Beat und Theresia und fuhren unabhängig von einander in Richtung Puerto Deseado. Stau auf der Ruta 3 kurz vor Caleta Olivia, es ging nichts mehr. Es handelte sich um einen Streik der Straßenarbeiter!? Wir sind uns nicht so ganz sicher, denn es kamen vermummte Gestalten mit Knüppeln in der Hand auf uns zu und wirkten sehr bedrohlich. Fast 8 Stunden haben wir in der Sonne im Auto gesessen und gewartet, dass es weiter geht. Es war fast 19.00 Uhr, als die Straße freigemacht wurde!
Puh, das war nicht witzig. Ich konnte leider keine Direktaufnahmen machen, um nicht angepöbelt zu werden. Ich fühlte mich wie vergewaltigt.
Wir fuhren weiter in Richtung Puerto Deseado, so 3 Stunden; aber was dann? Die nächste Straßensperre mit brennenden Autoreifen und einem quer gestellten Tankwagen der YPF erwartete uns um 21.45 Uhr. Wir können es immer noch nicht glauben, es dauerte nochmal bis 2.00 Uhr morgens.
Völlig fertig kamen wir in Puerto Deseado um 2.30 Uhr an. Dach hoch und ab ins Bett!
Das war unser bisher schlimmster Tag!


Theresia und Beat standen schon auf dem Platz, sie waren 8 Stunden Schotterstraße gefahren!
Am nächsten Tag haben wir eine Bootsfahrt mit Roxana von Darwin-Tours zu den Magellanpinguinen und Seelöwen gemacht. Wir haben auch einige kleine Delphine gesichtet. Von einem Segelboot haben wir Hans und Sylvia abgeholt und nach dem Ausflug auch wieder zurückgebracht. Traumhaft schön!
So schön, sodass wir am Sonntag noch eine längere Tour zur Insel mit den Rockhopper-
Pinguinen (Penachos Amarillos) unternehmen. Wieder ist Roxana unsere Reiseleiterin.
Wir holen wieder die beiden Deutschen vom Segelschiff ab. Theresia und Beat, sowie die Amerikaner mit Ihrer Tochter, die gestern angekommen waren, nehmen auch an diesem Ausflug teil. Es ist stürmisch an diesem Morgen, aber wir fahren gegen 14.00 Uhr los.
Wir sehen unterwegs Kormorane mit roten Füssen und Schnäbeln auf den Felsen sitzen.
Als wir zur Insel mit den Seelöwen kommen, springen die vor Freude ins Wasser und toben. Zu schön! Wir fahren weiter zur Pinguin-Insel. Zuerst sehen wir wieder jede Menge Magellanpinguine mit ihren Jungen. Bis wir zur anderen Seite der Insel kommen, und da sind sie endlich: die Rockhoppers. Einfach herrlich, mittendrin zu sitzen und sie zu beobachten, wie sie an Land gespült werden, sich schütteln und dann die Felsen hoch hoppsen. Zu witzig! Wir sind sechs Stunden unterwegs, bekommen Obst, Getränke und Sandwiches als Verpflegung. Auf der Rücktour sehen wir unter anderem sehr viele Albatrosse. Abends gehen wir dann noch mit den Anderen Fisch essen. Auch die Langostinos waren super. Die Nacht haben wir auf dem Parkplatz von Darwin-Tours verbracht.

 

 

 

Wir sind früh aufgebrochen, da wir nicht wußten, was mit dem Streik passieren wird. In einer Panaderia haben wir uns kleine Kuchen und Brot geholt und sind dann in den Parque de Bosce zu den versteinerten Riesenbäumen gefahren. Die sollen etwa 150 Millionen Jahre alt sein. Es ist unglaublich, diese Bäume, diese Mondlandschaft, irgendwie glaubt man plötzlich an Dinosaurier!

 

Wir fahren weiter in den Nationalpark Monte Leon. Beobachten auch dort wieder Seelöwen, Kormorane und Möwen. Abends sind wir im Watt gelaufen und haben von dort aus die Höhlen fotografiert. Wir schlafen vor dem Ranger-Haus und haben noch mit Beat “Bier-Uhr”!

Am nächsten Morgen geht es weiter Richtung Rio Gallego. Sehen auf der Fahrt jede Menge Guanacos und viele Choicos am Straßenrand. Die Landschaft ist noch karger als bisher. Nur Steppe, so weit das Auge reicht. Wir fahren weiter mit der Fähre von Punta Delgada nach Bahia Azul und übernachten direkt an der Grenze in San Sebastian bei der ACE mit “unseren Brasilianern”. Weiter gehts über Schüttelpisten nach Rio Grande, wo wir nach langem Suchen und Durchfragen endlich Dollars in Pesos tauschen konnten.

Wir haben dort beim Carrefour eingekauft und bei YPF getankt und sind weiter nach Ushuaia. Dort war der Campingplatz Municipal geschlossen, sodass wir in den Nationalpark gefahren sind und dort am Lago Roca auf einem sehr schönen Platz übernachtet haben, wo es allerdings keinen Strom und auch kein Wasser (wie versprochen) gab. Aus dem Grunde sind wir zurück nach Ushuaia auf den “Rio Pipo”-

Campingplatz gefahren. Dort trafen wir dann auch wieder Theresia und Beat, zwei brasilianische und noch zwei schweizer Paare, außerdem eine chilenische Familie. Mit Allen haben wir Erfahrungen ausgetauscht und uns Tipps für die Weiterfahrt geholt.

In dem Aufenthaltsraum haben wir unsere Fotos bearbeitet und auf die Webside gebracht, Wäsche konnten wir auch mal waschen und trocknen lassen. Auch nicht schlecht zur Abwechslung. In Ushuaia haben wir uns Lammfelle gekauft, die wir für unsere Autositze, sowie für unsere Stühle nutzen, denn abends ist es doch empfindlich kühl. Auch haben wir uns leckere Kings-Crabbs gegönnt!

4. Ruta 40 und Carretera Austral

 

 

Auf der Fahrt von Ushuaia waren wir noch in der berühmten Panaderia in Tolhuin.

Unterwegs haben wir die leckeren Kuchen und Empanadas und auch unsere Obstreste aufgegessen, weil wir ja nach Chile keine offenen Lebensmittel wie Fleisch, Obst und Gemüse mitnehmen dürfen. In San Sebastian passieren wir wieder ohne Probleme die Grenze. Über Rüttel- und Schüttelpisten kamen wir gegen 18.00 Uhr bei den Königspinguinen in der Bucht von Inutil an. Leider kamen wir nicht mehr in den Nationalpark und nächtigten in der Nähe mit Amerikanern und zwei schweizer Paaren wild. Am nächsten Morgen fuhren wir, nachdem wir die Pingiune beobachtet haben, auf einer sehr schönen Küstenstraße nach Porvenir. Dort sind wir gerade noch auf die Fähre nach Punta Arenas gerutscht. Dort haben wir Proviant und Geld geholt und im Nationalpark Chabuco wild gecampt.

Von dort geht es nach Purto Natales, wieder eingekauft und getankt, dann in den Nationalpark Torres del Paine. Am nächsten Morgen haben wir gute Sicht, sind zum Salto gefahren und haben eine vierstündige Wanderung und viele Fotos gemacht. In der Cafeteria haben wir uns gestärkt und sind noch um den Sarmiento-See auf Schotterpisten gefahren. Nachts hat es geregnet und morgens war dann nichts mehr von den Bergen zu sehen, sodass wir die Fahrt zum Grey-Gletscher ausgelassen haben.

Stattdessen sind wir in Calafate gelandet, wo wir Cordero gegessen haben, wieder alle Akkus aufgeladen, eingekauft und Wäsche getrocknet haben. Wir haben wieder Fotos bearbeitet. Nach zwei Tagen haben wir uns auf den Weg zum Perito Moreno gemacht. Dort eine Tour zu Fuß zum Gletscher gemacht und schöne Fotos geschossen. Der Gletscher ist schon sehr beeindruckend. Das ist schon ein Gerummel und Getöse, wenn sich wieder etwas von der Eiswand löst. Zurück sind wir dann mit dem Bus runtergefahren. Der Nationalpark ist sehr schön.

Abends sind wir wir dann nochmal Piste gefahren, um auf dem bisher schönsten Campingplatz “Lago Roca” zu landen. Die Lage, die himmlische Ruhe und die Sauberkeit sind bisher einmalig. Wir bleiben zwei Tage. Herrlich!

 

 

Aufbruch, über Schotterpiste zurück nach Calafate! Dort wieder getankt und eingekauft und weiter zum Fitz Roy nach El Chalten. Dort haben wir Uwe und Silke aus Hamburg getroffen und mit ihnen die letzte Flasche AUKA geteilt.

 

Am nächsten Morgen sind wir früh losgekommen, weil wir wieder nach Chile wollten.

Die Ruta 40 begann und endete ganz gut mit Betonbelag, aber dazwischen war die schlimmste Rüttelstraße bisher, und das über etwa 80 km! Wir sind den ganzen Tag durch die unendliche Steppe und Pampa Argentiniens gefahren bis Los Antiguas an der Grenze Argentinien/ Chile und waren recht kaputt von dem vielen Staub. Die Chilenen haben dann noch einen draufgesetzt: wir durften alle Kisten öffnen, auch die auf dem Dach! Das hat uns eineinhalb Stunden und ne Menge Nerven gekostet. Wir waren dann erst nach 22.00 Uhr auf dem Campingplatz in Chile Chico. Die Wirtsleute haben uns noch Bockbier und frische Kirschen spendiert. Am nächsten Tag waren wir bei der Bank, einkaufen, ich beim Friseur, dann schön Essen. Zum Nachtisch noch ein Eis auf die Hand und ab ins Bett.

Wir haben uns entschieden, um den See Buenos Aires/ Lago General Carrera herumzufahren, weil wir erst frühestens in 4 Tagen eine Fähre bekommen würden. Das hat sich gelohnt! Es gab zwar wieder nur Schotter- und Sandpisten, aber die Aussicht war nach jeder Kurve umwerfend. Am letzten Zipfel des Sees haben wir dann auf einem sehr gepflegten Campingplatz “Rio Pudu” die Nacht verbracht. Dort haben wir zwei brasilianische Paare wiedergetroffen, die wir schon in Ushuaia gesehen hatten. Wir haben dann zusammen am nächsten Morgen eine Bootsfahrt zu den Marmorhöhlen gemacht. Wir wurden direkt vom Campingplatz abgeholt und auch wieder zurückgebracht. Nach der Bootsfahrt sind wir weitergefahren zu den Deutschen Katrin und Thomas, die seit 15 Jahren am Rio Tranquilo 44 km links ab in den Bergen leben. Dort in “Acalaluf” bekamen wir deutschen Filterkaffee und den Schlüssel für ein Tor am Fluß. Wir fuhren also erst zur Ranger-Station vom Nationalpark und “erklommen” die Aussichtsplattform zum Gletscher San Valentin, immerhin ist der Berg 4.058 m hoch! Danach fuhren wir zum Rio Tranquilo und öffneten das Tor zu unserem Übernachtungsplatz. Ganz allein am Fluß, ringsherum schneebedeckte Berge, eine himmlische Ruhe. Michael hat noch eine Bachforelle geangelt und später einen Sonnenuntergang fotografiert. Perfekt!

Nachdem wir den Schlüssel so gegen Mittag zurückgebracht haben, sind wir weiter in Richtung Villa Castillo. Unterwegs dorthin war die Carretera Austral 3 Stunden gesperrt wegen Sprengarbeiten. Die haben wir abgesessen und dann nichts wie durch , durch eine unendlich lange Baustelle. Schotter, Staub, immer wieder Ampeln, wirklich anstrengend! Gegen Abend sind wir dann auf einem etwas überalterten Campingplatz angekommen. Die Dusche wurde mit einem Holzofen geheizt. Das Beste an dem Platz war die Aussicht auf die schneebedeckten Berge ringsherum. Es waren überwiegend Wanderer mit Rucksäcken und ihren kleinen Zelten auf dem Platz. Übrigens haben wir auf der Carretera Austral unglaublich viele Backpacker und Fahrradfahrer gesehen.

Am nächsten Morgen sind wir dann über schöne Betonpiste durch endlich grüne Berglandschaft in Richtung Coyhaique gefahren. In Coyhaique haben wir endlich unser Auto gewaschen. Unsere Wäsche haben wir in einer Lavanderia abgegeben. Auf dem Platz waren ebenfalls viele Radfahrer und Backpacker, auch ein deutsches Pärchen, das aus Neuseeland auf Weltreise war und ein deutsches Pärchen, mit dem Fahrrad seit 17 Monaten unterwegs, das seit langem in Melbourne lebt. Es gibt interessante Geschichten! Abends sind wir noch den Berg hochgegangen zu einer kleinen Brauerei und haben Bier getrunken, nachdem wir wieder den ganzen Tag Fotos und Filme überspielt und sämtliche Akkus geladen haben. Nachts hat es dann etwas geregnet und sich abgekühlt auf 12 Grad. Nachdem wir die Wäsche abgeholt, getankt und Proviant besorgt haben, sind wir am Rio Simpson bei Nacho gelandet, einem Spanier aus Madrid, der dort ein wenig Biogemüse anbaut und einen Campingplatz unterhält. Dort haben wir nach einem Mate-Seminar einen lustigen Abend verbracht. Denn die Schweizer Cornelia und Jean Francois haben Pisco spendiert. Außer den beiden kamen auch noch ihre Freunde hinterher. Auf dem Platz war bereits ein Deutsch-Chilene, der sagte: Camping ist wie Alzheimer, jeden Tag neue Gesichter! Außdem war dort noch ein junges argeninisches Paar und ein Amerikaner. Also eine gemischte Gesellschaft. Nacho und der junge Argentinier haben uns mit Guitarrenspiel und Gesang unterhalten. Alle fanden es gut!

Alle wollen nach Chiloe! Jeder auf seine Art! Wir wollen nach langem Suchen oben herum fahren, weil wir weder in Cisnes noch in Chaiten eine Fähre bekommen haben.

In Cisnes und auch in Puyuhuapi haben wir keinen Campingplatz gefunden, sodass wir uns letztendlich zu drei jungen Paaren, die mit VW-Bussen unterwegs waren, auf einem Platz in der Nähe der Thermen gestellt und dort einen netten Abend bei Rotwein verbracht haben. Am nächsten Morgen haben wir dann die Thermen ausprobiert. Mit 40 Grad war uns das Wasser viel zu heiß, dafür funktionierten die kalten Duschen nicht!

Wir sind dann weitergefahren zum Lago Yelcho. Weiter nach Chaiten, wo es 2008 und 2009 Vulkanausbrüche gab, die fast den Ort vernichtet haben. Das kann man heute noch gut sehen. Durch den Pumalin-Nationalpark sind wir dann zum Fähranleger Caleta Gonzalo gefahren. Haben dort mit diversen Anderen wild gecampt, weil wir schon um 7.00 Uhr anstehen mußten, da wir keine Tickets hatten. Wir hatten Glück und sind mitgekommen auf der Fähre nach Hornopiren. Dort sah der Campingplatz nicht so gut aus, wie erwartet, also sind wir weiter nach Puerto Montt gefahren. Dort brauchten wir mal wieder einen Geldautomaten. Der Campingplatz Los Alamos liegt etwas außerhalb von Puerto Montt.

 

Wir bleiben nur eine Nacht, denn es zieht uns nach Chiloe. Wir fahren bei bestem Wetter mit der Fähre nach Chiloe. In Ancud finden wir einen schönen Campingplatz in der Arena Gruesa am Hang mit Blick auf den Pazifik und den Osorno-Vulkan, ein Tipp von Marian und Pieter. Danke dafür! Von dort aus erkunden wir die Insel und die Stadt Ancud. Wir machen mit dem Boot eine Whale-Watching-Tour, müssen schon früh morgens am Start sein. Raus geht es in einem Metallboot mit insgesamt 10 Gästen, also nicht so groß, auf den Pazifik. Es sind sehr starke, harte Wellenschläge, sodaß mir der Hintern und das Kreutz gehörig wehtun. Wir sind die ganze Inselküste entlang gefahren, haben aber leider keinen Wal gesehen. Ganz am Ende haben wir dann noch eine riesige Seelöwenkolonie beobachten können. Wenigstens etwas! Die Rückfahrt war dann auch nicht so prickelnd, weil das Wetter erheblich schlechter wurde. Am Ende der Fahrt haben wir dann noch einige Humboldtpinguine gesichtet. Nach der ca. sechsstündigen Fahrt waren wir ganz schön kaputt. Abends haben wir es uns dann in einem Fischrestaurant in der Nähe bei Oldiemusik gutgehen lassen.

Auf der Insel haben wir einige schöne Fleckchen Erde entdeckt, wo man es gut aushalten kann, z.B. bei Jacques, dem Crepe-Bäcker auf dem Weg nach Punihuil. Der hat eine Bude direkt an den Klippen, mit Blick auf den einsamen Strand und die herrliche Brandung. So schön, sodass wir dreimal dort waren. Ferner waren wir auf dem Faro Corona, der von dem dänischen Architekten Siemsen erbaut wurde. In Quetalmahue haben wir am Hafen ein kleines Restaurant entdeckt und dort Lachs, bzw. Michael hat “Curanto “ (Nationalgericht, in der Erde gegart)gegessen. Gegenüber gibt es eine hübsche Kapelle, und dahinter einen bunten Cementario (Friedhof). Überhaupt haben wir auf Chiloe viele kleine Kirchen und Kapellen gesehen. In Castro, der Stadt auf Pfählen haben wir uns die Kirche auch mal von Innen angesehen. Auch waren wir auf einem Kunsthandwerkermarkt in Dalcahue mit vielen Korbwaren und Stricksachen. Habe viele Ponchos gesehen und angefasst, aber mir waren sie alle zu kratzig. Am letzten Tag beim Einpacken hat Michaels Knie das IPad erledigt. Was nun, ohne IOverlander?

Vier Tage waren wir auf Chiloe, wir würden immer wiederkommen.

Zurück aufs Festland, wieder mit der Fähre, keine Wartezeiten! In Puerto Montt haben wir beim Jumbo eingekauft und sind dann nach Llanquihue zum Camping Playa Werner gefahren. In dem Ort wurde über mehrere Tage ein Volksfest gefeiert, somit nicht so ganz ruhig. Waren auch dort und haben Spieße vom Grill gegessen und dazu Pisco sour getrunken. Es hat etwas geregnet, sodass wir den Osorno nicht sehen konnten. Einen Tag später endlich wieder Sonne. Der Osorno zeigt sich am strahlend blauen Himmel. Wir fahren nach Petrohue zum Camping von Familia Kuschel. Haben aber niemanden namens Kuschel getroffen. Der Platz war ganz schön auf dem anderen Ufer, kam man nur mit Boot hin. Haben dort Trucha gegessen. Auf dem Rückweg waren wir noch in Puerto Varas in der “Casa Kuschel”, in der heute die Administration vom Park Pumalin ist. Auch hier weiss niemand wo die Kuschels aus Deutschland herkommen, schade!

Am nächsten Tag wollten wir in die Landrover-Werkstatt, waren dort aber zur Siestazeit! Also haben wir in der Stadt Osorno eine Kleinigkeit gegessen und ein neues IPad gekauft. Sind dann wieder zur Werkstatt, aber die wollten keinen Ölwechsel machen. So haben wir dann auf dem Municipal von Osorno, der übrigens sehr sauber war, genächtigt. Es hat wieder etwas geregnet, und man brauchte Ohrstöpsel.

Fuhren dann am nächsten Morgen nach Valdivia, wo wir aber gleich wieder kehrt machten. Es gab keine Parkplätze und die Stadt war wegen eines Volksfestes überfüllt.

Es ging weiter nch Villarica und Pucon. Dort war auch der Bär los und wir fuhren weiter zu Peter, einem Österreicher, der mit einer Mapuchefrau gelebt hat. Bei ihm haben wir uns sehr wohl gefühlt. Konnten drinnen kochen und hatten Gesellschaft von einem australischen und einem englischen Pärchen. Sogar unsere Schweizer Cornelia und Jean Francois kamen einen Tag später noch am späten Abend. Das Frühstück am nächsten Morgen dauerte dann auch etwas länger. In Pucon haben wir dann unseren Ölwechsel machen können. Abends waren wir dann noch mit den anderen Bier trinken und am nächsten Tag in der Therme Menetue. Abends gab es dann noch chinesische Wok-Pfanne!

Es ist wieder soweit: Zusammenpacken und weiter. Wir fahren durch eine wunderschöne Landschaft unterhalb vom Lanin-Vulkan und treffen dort Leute aus El Condor. An der Grenze müssen wir wieder Äpfel, Zwiebeln und Kartoffeln entsorgen ( wegen der Fruchtfliegen!!??). Es geht weiter bis San Martin de los Andes. Ein richtiger Touristenort mit einem ACE-Campingplatz, der seinesgleichen sucht (sehr sauber, mit Putzfrau und –Mann!). Sind dort zwei Nächte geblieben und dann weiter nach Villa Traful über eine schöne Sandpiste gefahren. Dort war es wieder sehr ruhig und der Platz war richtig schön am See gelegen. Wir blieben drei Nächte. Wir haben dort schön die Parilla genutzt. Das Fleisch in Argentinien ist doch am Besten. Nachdem es einen Tag mehr oder weniger geregnet hat und es nur noch 12 Grad sind, entschließen wir uns, weiterzufahren. Auf geht es nach Bariloche. Nach etwas Suchen haben wir tatsächlich weit außerhalb den Campingplatz Ser in der Colonia Suiza gefunden. Es gibt Gott sei Dank eine Quincho, in der man sich aufhalten und kochen kann. Und es gibt endlich WIFI!!!

Nachts sind es nur 5 Grad, wir haben das erste Mal gefroren. Die Anlage ist sauber, Ana sehr nett und hilfsbereit, aber es gibt soviel feinen Staub, sodass wir immer wie gepudert aussehen. Nachmittags sind wir mit dem Bus nach Bariloche reingefahren und haben bei Familia Weiss Trucha gegessen. Leckeres Eis hinterher, hm lecker! Wir waren auch beim Optiker und haben 2 von Michaels Brillen reparieren lassen. Abends haben wir Bilder für die Webseite aufbereitet. Es gab etwas Regen. Am nächsten Tag sind wir wieder mit dem Bus nach Bariloche gefahren. Michael hat sich eine Bombadscha gekauft. Mit Eric haben wir gemailt. Den Sonntag sind wir den ganzen Tag in der Colonia Suiza geblieben. Es gab ein Läufertreff, das den ganzen Tag andauerte, neben dem Curanto-Fest. Wir haben auch Curanto gegessen und Bier getrunken. Später gab es noch Apfelstrudel. Auf dem Fest haben wir mit Amerikanern zusammen gesessen, die auch auf dem Campingplatz Ser wohnten. Abends haben wir dann gemeinsam gegrillt. Sie fuhren am nächsten Tag weiter. Auf dem Platz haben wir noch einige interessante Leute, wie Ariane Reimers vom NDR, die mehr als 5 Jahre in China gelebt hat und von der wir bereits in Deutschland eine Reportage, wie sie mit dem Fahrrad durch China gefahren ist, gesehen hatten. Auch eine junge Frau aus Graz, die allein mit Rucksack über die Berge wandert; sie ist bereits den Jakobsweg bis Santiago de Compostella gegangen.

Am 3. März sind wir nach El Bolson gefahren, um Günter und Rosita (Güros) zu treffen.

Was auch geklappt hat, so richtige Hippies waren allerdings nicht mehr zu sehen, nur Nachahmer. Wir haben zusammen eingekauft und abends bei uns auf dem Campingplatz Asado gemacht. Am nächsten Tag haben wir viel geklönt und sind am späten Nachmittag in eine Bierkneipe gegangen, haben zu dem Bier Tostados gegessen und Oldies gehört. Pappsatt haben Mike und ich später noch ein Eis aus einer Eisdiele geholt. Das war wohl nicht so gut, denn nachts hat es mich fast zerrissen (dreimal gespuckt und zweimal gesch……). Michael hat sich nur einmal übergeben. Am nächsten Tag haben wir nur geschlafen!

Am nächsten Tag sind wir zurück nach Bariloche. Güros ist uns mit dem Bus gefolgt. Drei Nächte waren die Beiden unsere Gäste in unserem Zelt. Wir haben zusammen gekocht und gegessen, waren in Bariloche und haben es uns gutgehen lassen.

Am 9. März sind Günter und Rosita dann mit dem Bus nach San Martin de los Andes gefahren. Wir mussten noch auf Andy warten, der uns den heiß ersehnten neuen Inverter vorbeibrachte. Wir haben dann noch zusammen Trucha gegessen und Bier getrunken. Er spricht sehr gut deutsch. Es war ein netter Abend.

Am nächsten Tag sind wir dann Güros nach San Martin de los Andes gefolgt. Michael hat den Inverter eingebaut. Er läuft!!! Wir sind dort zusammen essen gegangen, haben unsere Wäsche in einer Lavanderia waschen lassen, ich habe mir auch eine Bombadscha gekauft, und Michael ist gestürzt.

Güros haben sich verabschiedet und sind nach Chile gefahren. Wir sind nach Villa Pehuenia, Camping Cirils gefahren. Der Weg dorthin ging nur durch die Pampa. Am nächsten Tag ging es dann durch Araukarienwälder und –hügel zum Vulkan Capahue. Dort war überhaupt nichts los, unterwegs nur ein paar Gauchos, Schafe, Kühe und Ziegen. Also fuhren wir weiter nach Chos Malal auf überwiegend schlechter Schotterpiste. Dort haben wir uns ein schönes Lomo gegönnt.

Am nächsten Tag ging es in die Berge nach Aguas Calientes. Dort haben wir in einem 35 Grad warmen Wasserfall gebadet. Die anderen Becken waren uns zu heiß. Zum Abwaschen kam ein Rohr mit heißem Wasser aus der Erde. Wirklich praktisch. Wir waren dort zusammen mit den Amerikanern Rick und Letizia und ihren 3 Hunden. Haben zusammen gegessen und getrunken und geklönt. Am nächsten Morgen sind wir nach Los Tachos bei Affenhitze gelaufen, um die Geysiere zu sehen. Dann ging es wieder zurück nach Chos Malal um zu tanken und einzukaufen. Weiter ging es durch die Lavafelder mit ihren irre hohen Vulkanen, wie z.B. dem Domuyu. Nur Berg und Tal, überall Lava, bizarre Steinformationen, dann wieder stundenlang Mondlandschaft ohne Bewuchs, ohne Tiere. Nach 500 km und einer heißen Dusche sind wir in Malargüe essen gegangen. Am nächsten Tag haben wir dort bei VEA eingekauft, getankt und endlich unser Auto gewaschen. 10 Chips haben wir verbraucht und der Landy war nur so leidlich sauber. So etwa eine Stunde war das Auto sauber.

Dann ging es wieder auf Sandpisten von Malargüe nach Nahuil, dort beginnt die tolle Schlucht nach San Rafael. Eine wunderschöne Fahrt, 4 Kraftwerke mit Staudämmen und Stauseen zwischen den unglaublichen Felsen. Am Fluß im Grand Valle haben wir dann schließlich gecampt und unseren Hochzeitstag mit Rotwein, Käse und Brot gefeiert. Die ganzen letzten Tage hatten wir Sonne und Temperaturen um die 30 Grad. Am nächsten Mittag ging es dann rechts ab in den Nationalpark von der Laguna del Diamantes über 4 Stunden Rüttel- und Riffelpiste. Als Ausgleich konnten wir eine irre Berglandschaft in tollen Farbe, wie sie nur die Natur malen kann, sehen. Mal mit, mal ohne Schnee, dann wieder ganz karg, aber überall Guanacos. Die Lagune liegt in ca. 3.500 m Höhe, direkt unterhalb des Vulkans Maipu. Wir durften dort oben schlafen, unweit des Gendarmeriepostens, umringt von Guanacos. Unglaubliche Stille, Sterne, aber leider auch der Mond, sodass es für einen tollen Sternenhimmel zu hell war. Es gibt also nicht das optimale Foto. Auch war der Wind ganz schön kalt. Der Maipu konnte sich nicht wie ein Diamant im Wasser spiegeln. Schade! War aber trotzdem schön.

Am nächsten Morgen ging die gleich Tour wieder runter an die Ruta 40 in Richtung Mendoza. Auf dem Weg haben wir viele Fincas, Bodegas und Weinstöcke gesehen, durch Sanddornhecken getrennt. Schon schön anzusehen. Viele Weintrauben wurden bereits mit LKWs transportiert und warteten vor den Bodegas auf Verarbeitung.

Gegen Abend kamen wir auf dem Camping Suizo an, wieder Suizo, aber alle anderen Campingplätze hatten bereits wieder geschlossen. Und wer war auch wieder da? Unsere Amerikaner mt ihren drei Hunden. Am Samstag sind wir mal wieder mit dem Bus auf lau in die Stadt gefahren. Dort war der Teufel los: Kunsthandwerkermarkt auf dem Plaza de Independencia und in der Sarmiento gab es eine Demonstration ITEM AULA für freie Schulen. Es gab Tanz- und Gesangsdarbietungen von Folkloregruppen, auch kleine Balettratten durften ihre Kunst zeigen. Am schärfsten war eine Frauen-Drums-Band. Echt geil!! Wir waren 8 Stunden in der Stadt. Mit dem Taxi ging es zurück zum Campingplatz.

Am Sonntag fuhren wir dann nach Uspallata, wo wir Güros wieder trafen. Wir verbrachten den Nachmittag mit ihnen, nahmen ihre Rucksäcke mit nach Barreal. Auf dem Weg dorthin kamen wir noch in ein Radrennen. Wir checkten bei Bernie und Perla ein und warteten auf die Anderen. Die kamen erst um 23:30 Uhr. Nach der Begrüssung gab es dann etwas zu essen und Wein satt.

Am nächsten Tag kauften wir in Barreal ein und machten am Fluß Asado. Zum Nachtisch gab es leckere Melone. Es war ganz schön heiß, aber toll! Nach einer kurzen Siesta gab es abends bei Bernie Milanesa, Salat und Rotwein. Wir haben lange gequatscht und bei uns vor der Tür noch weiter gemacht.

Am Dienstag sind wir dann in den Nationalpark Leoncito gefahren, um den Aconcagua zu fotografieren. Mittags gab es dann nur einen Tomatensalat und hinterher Melone. Kaffee gab es bei Hugo und Franca aus der Schweiz mit dem Adobehaus mit der Stampfwand, die aussieht wie ein Wandteppich und dem Dach aus Holzpfählen. Den Aperitif nahmen wir dann bei Ulli, der in seinem Atrium eine Badewanne stehen hat, aus der er einen tollen Blick sowohl in den Sternenhimmel, als auch in die Berge hat. Abends gab es bei Bernie dem “El Aleman” Lomo und Salat. Mit viel Rotwein ging es dann bei uns vor der Tür weiter.

Am Mittwoch fuhren wir alle nach dem Frühstück nach San Juan, wo Georg nur mal kurz Fleisch holen wollte. Ich glaube, es waren 9 Tüten! Auf der Finca in Acequion haben wir dann mal wieder die Parilla benutzt und ein leckeres Asado gemacht. Vollmond war, schwer zu fotografieren!

Am nächsten Morgen sind wir nach dem Frühstück und Packen die Weinfelder abgefahren und haben verschiedene Trauben, wie Gewürztraminer, Syrah, Malbec, Cabernet-Sauvignon und Merlot probiert. Echt lecker! An der Tankstelle in Agua Media gabes dann nach einer kurzen Trinkpause die große Verabschiedung. Es waren 4 schöne Tage mit viel Lachen, gutem Essen und gutem Wein. Die Anderen sind zurück über Mendoza nach Buenos Aires gefahren.

 

Wir haben unsere Reise in Richtung Jachal fortgesetzt. Dort gab es an dem Wochenende ein Motorradrennen mit antiken Motorrädern, von dem wir aber nicht soviel mitbekommen haben, weil unsere Reise weiter ging ins Valle de la Luna. Wir fanden aber nicht die richtige Abfahrt. Die Beschilderung ist nicht gut! Schade! Der Weg nach Villa Union führte uns auch über den Talampaya-Nationalpark, der aber sehr voll war, sodass wir dort nur gegessen haben. Wir hatten auch so schon reichlich rote Felsformationen gesehen. Die riesigen Kakteen und Berge und Felsen rauben einem manchmal den Atem und läßt einen nur stauen. So viele Sehenswürdigkeiten. Wir können es kaum noch verdauen.

Nichts desto trotz buchten wir eine geführte Tour zur Laguna Brava. Am Samstagmorgen um 8:30 Uhr wurden wir von Horacio abgeholt. Mit dabei waren Elena aus Santa Fe und Omar aus Buenos Aires. Es ist eine Wahnsinnstour gewesen, nicht ganz ungefährlich. Wir sind auch auf einen Unfall, ein Auto hatte sich überschlagen, zugekommen. Omar ist Mediziner und hat die beiden Opfer untersucht. Man wartete bereits auf die Ambulancia. Wir sind weiter gefahren durch wieder total irre Felsformationen in so unterschiedlicher Farbzusammensetzung, das muss man gesehen haben. Schwer zu beschreiben. Auf der Rückfahrt haben wir noch Cordero gegessen. Es war ein toller Tag! Aber das war noch nicht alles: auf unserem Campingplatz fand um 22:00 Uhr eine standesamtliche Trauung statt und danach eine riesige Feier mit richtig chic gekleideten Menschen. Das Schärfste: auf der Parilla lag ein ganzes Rind!

Es war eine ziemlich laute Nacht auf dem Campingplatz. Die Hochzeit ging ganz schön lang. Wir brachen unsere Zelte ab, es sollte weitergehen über Chilecito nach Santa Rosa, wo wir die Nacht auf dem Campingplatz Los Olivos verbrachten. Unterwegs sahen wir viele 6000er mit schneebedeckten Bergspitzen. Dann widerum fuhren wir wieder durch Steppe bis hinauf zu den Thermen von Fiambala. Es gab Becken von 24 bis zu 40 Grad, sehr schön, terassenförmig angelegt. Wir haben uns jeder eine Stunde massieren lassen.

Der Campingplatz ca. 800 Meter vor den Thermen ist auch sehr schön angelegt. Wir fuhren am nächsten Tag, nachdem wir nochmal in der Therme waren, zurück nach Santa Rosa. In Fiambala fassten wir noch Proviant für die nächsten Tage. Wir fuhren weiter nach Pucara de Shaqui und Hualco zu den Ausgrabungen der Inkastätten. In Londres haben wir dann übernachtet. Über Belen fuhren wir dann weiter nach Santa Maria auf den Municipal-Campingplatz. Der gefiel uns aber nicht so gut, also machten wir uns auf den Weg nach Cafajate. Unterwegs sahen wir viele Fincas und Bodegas und natürlich Weinstöcke über Weinstöcke, soweit das Auge reichte.

Auf dem Campingplatz haben wir Mark aus der Schweiz, sowie Sofia und Artur aus Brasilien kennengelernt und abends zusammen gegrillt. Am nächsten Tag kamen noch Nelly und Toni, auch aus der Schweiz, dazu. Nicht zu vergessen die Argentinier Claudia und Miguel mit ihrer Tochter Sofia. Wir machten mal wieder Asado zusammen und hatten viel Spaß. Es war wie in den letzten Tagen nicht nur am Tage, sondern auch in der Nacht heiß. Unsere Köpfe sind so voll! Was machen wir?

Wir haben einen Flug nach Hause gebucht, wir brauchen Urlaub vom Urlaub!

Uns hielt es nicht mehr in Cafajate, wir wollten weiter über die RN 68 nach Salta. Das war eine traumhafte Wegstrecke mit so viel unterschiedlichen, farbenprächtigen Berg- und Felsformationen. In Salta hatten wir dann die ganze Nacht Gewitter mit Blitz und Donner und Regen. Wir fuhren am nächsten Tag trotz leichtem Regen mit dem Taxi in die Stadt und hielten uns bis zum Abend in der hübschen Stadt auf. Ich war endlich mal wieder beim Friseur.

Von Salta ging es weiter nach Cordoba, auch dort nieselte es. Unterwegs erstmal nur grün. Dann nur noch Soja und Mais und Zuckerrohr auf riesigen Feldern. Auf dem Municipal- Campingplatz waren wir mal wieder ganz allein. Wir fuhren mit dem Taxi in die Stadt und hielten uns den ganzen Nachmittag in der Stadt auf. Michael mußte zum Ohrenarzt, er konnte mich gar nicht mehr verstehen. Um 17.00 Uhr sollten wir wiederkommen. Wir machten eine Stadtrundfahrt und gingen etwas essen. Wir mussten dann aber doch recht lange warten, bis er drankam. Ohren ausgespült, er kann wieder hören! Mit dem Taxi wieder zurück zum Campingplatz. Am nächsten Tag wollten wir nach Rosario. Da der Campingplatz schon geschlossen hatte, fuhren wir immer weiter bis Zarate. Wir fanden dort eine Posada, denn Campingplätze gab es nicht und es regnete den ganzen Tag Bindfäden. Richtig kaputt fielen wir ins Bett.

Am nächsten Morgen frühstückten wir in Zarate im Plaza-Café und fuhren dann weiter zu Vicky auf den Campo. Dort machten wir unser Auto winterfest und schrubbten und wuschen alles, denn es gab noch ein paar Sonnentage. Am Freitagmorgen fuhren wir dann mit dem Bus nach Buenos Aires. Vicky nahm unser Gepäck mit, sie hatte noch Nina und die Hunde Cala und Beppo dabei. Es regnete auch den ganzen Tag. Wir haben Lasagne gemacht und abends mit Georg gegessen, der wieder aus Mendoza zurück war.

Am Sonntag haben wir mit Bärbel und Andreas Brunch gemacht. Es war sehr nett. Georgs Fischsalat ist eine Wucht!

Wir bleiben noch in Buenos Aires bis unser Flug am 21. April nach Hause geht. Wir freuen uns!

Wer weiß, wen wir im Oktober, wenn wir zurückkommen, wiedersehen? Bis dahin alles Gute! Tschüß.