3. Ruta 3 nach Ushuaia

Die Fahrt auf der Ruta 3 nach Ushuaia

 


Mittags gab es die berühmte Linsensuppe, aber diesmal rein vegetarisch(lecker). Nina hat den ganzen Tag mit Fernando Plätzchen im Bikini gebacken. Es waren nämlich 40 Grad und der Pool wurde oft benutzt.
Nachdem wir Heiligabend mit Lomo, Spätzle, Rot- und Blumenkohl Weihnachten eingeleitet haben, gab es zum Nachtisch Rote Grütze mit Eis, achja vorweg gab es Lachs auf Toast. Die Bescherung war spät und wir hatten viel Spaß und waren um 3.00 Uhr morgens im Bett.
Am ersten Feiertag gab es Lachs von der Parilla. Der 26. Dez. Ist in Argentinien kein Feiertag. Mittags gab es Fischsuppe und abends Asado mit einem ganzen Lamm. Einfach toll!!!
Am 27. gab bei Affenhitze draußen Pizza bis zum Abwinken aus dem Kugelofen. Abends Abendbrot.
Am 28. konnte Michael mit Vicky die in Belgrano gefertigten Ersatzteile für unsere Markise abholen. Sie passen, Gott sei dank! Große Freude!!!
Wir packen unser Zelt ein und unsere Kisten um, nachem ich alles einmal gewaschen habe.
Morgen geht es endlich los mit unserer Panamericana:
Am 29.12.2015 geht es bei 40 Grad im Schatten los. Die erste Nacht schliefen wir in Sierra de la Ventana. Nachts regnete es und es hatte sich etwas abgekühlt. Wir fuhren über Tornquist, Bahia Blanca nach Viedma. Dort kauften wir ein und waren bei der Turistinformation. Die empfahlen uns nach El Condor zu fahren. Dort haben wir übernachtet und gut Fisch gegenüber bei Al Reparo gegessen. Außerdem gab es dort Papageienhöhlen mit tausenden von Papageien zu sehen. Von El Condor fuhren wir, nachdem wir in Punta Bermeja eine Seelöwenkolonie besucht hatten, auf einer sehr schönen Küstenstraße (leider Schotter) in Richtung Peninsula Valdes. Dort kamen wir abends auf dem völlig überfüllten Campingplatz Piramides an. Und wen trafen wir dort?
Beat und Theresia! Wir stellten uns hinter den beiden auf und feierten Sylvester zusammen mit Rotwein und natürlich Sekt. Das Treiben rings um uns herum war köstlich mit anzusehen. Es war nicht so laut wie befürchtet.
Prost Neujahr!
Gefrühstückt haben wir bei der Tanke mit Milanesa von gestern und sind dann wieder Schotterstraße auf Valdes zu den Seelöwen und Magellanpinguinen gefahren. Dort haben wir wieder Beat und Theresia, sowie die Brasilianer getroffen. Unterwegs haben wir einige Guanacos, zwei Füchse, ein Gürteltier und jede Menge Vögel und Hühner gesehen.


Völlig verstaubt kamen wir in Puerto Madryn auf dem Campingplatz ACA an, bauten unser Zelt auf und gingen erstmal duschen. Es war eine stürmische Nacht mit ein bißchen Regen. Dort blieben wir drei Tage. Hinter uns zeltete ein Schweizer namens Eric, der seit längerem mit seinem Hund Capo und seinen Kindern in Bariloche in Argentinien lebt. Eric half uns am nächsten Tag Dollars in Peso zu tauschen, was bisher ein großes Problem war. Denn die Banken wissen nicht, was sie nach dem Regierungswechsel tun dürfen. Also machen sie nichts. Kein Geldtausch und auch keine Möglichkeit, an irgendeinem Automaten Geld zu ziehen.
Wir fahren nach Punta Loma, um dort eine große Seelöwenkolonie zu sehen. Wir sahen nicht nur Seelöwen, sondern auch jede Menge Pinguine, Guanacos und Nandus in dem Nationalpark, sowie wieder unzählige Seevögel. Aber nicht genug damit, wir mußten auch noch unbedingt in den Nationalpark Punta Tomba. Dort gibt es rund 1Mio. Magellanpinguine und natürlich auch wieder viele Guanacos und Nandus. Ziemlich spät kommen wir in Camarones auf dem Campingplatz an. Noch ein Bier und ab ins Bett!
Am nächsten Morgen fahren wir an der Küste nur über Sandpisten ins Reservat Cabo Dos Bahias und sehen wieder, welch ein Wunder, Pinguine und Seelöwen.
Abends essen wir in dem einzigen Hotelrestaurant Langusten. Sehr lecker!
Nach zwei Tagen fahren wir weiter nach Rada Tilly, hinter Comodoro Rivadavia und treffen dort wieder auf Beat und Theresia.


Der 7. Januar wird uns immer im Gedächtnis bleiben. Wir verabschiedeten uns am Morgen von Beat und Theresia und fuhren unabhängig von einander in Richtung Puerto Deseado. Stau auf der Ruta 3 kurz vor Caleta Olivia, es ging nichts mehr. Es handelte sich um einen Streik der Straßenarbeiter!? Wir sind uns nicht so ganz sicher, denn es kamen vermummte Gestalten mit Knüppeln in der Hand auf uns zu und wirkten sehr bedrohlich. Fast 8 Stunden haben wir in der Sonne im Auto gesessen und gewartet, dass es weiter geht. Es war fast 19.00 Uhr, als die Straße freigemacht wurde!
Puh, das war nicht witzig. Ich konnte leider keine Direktaufnahmen machen, um nicht angepöbelt zu werden. Ich fühlte mich wie vergewaltigt.
Wir fuhren weiter in Richtung Puerto Deseado, so 3 Stunden; aber was dann? Die nächste Straßensperre mit brennenden Autoreifen und einem quer gestellten Tankwagen der YPF erwartete uns um 21.45 Uhr. Wir können es immer noch nicht glauben, es dauerte nochmal bis 2.00 Uhr morgens.
Völlig fertig kamen wir in Puerto Deseado um 2.30 Uhr an. Dach hoch und ab ins Bett!
Das war unser bisher schlimmster Tag!


Theresia und Beat standen schon auf dem Platz, sie waren 8 Stunden Schotterstraße gefahren!
Am nächsten Tag haben wir eine Bootsfahrt mit Roxana von Darwin-Tours zu den Magellanpinguinen und Seelöwen gemacht. Wir haben auch einige kleine Delphine gesichtet. Von einem Segelboot haben wir Hans und Sylvia abgeholt und nach dem Ausflug auch wieder zurückgebracht. Traumhaft schön!
So schön, sodass wir am Sonntag noch eine längere Tour zur Insel mit den Rockhopper-
Pinguinen (Penachos Amarillos) unternehmen. Wieder ist Roxana unsere Reiseleiterin.
Wir holen wieder die beiden Deutschen vom Segelschiff ab. Theresia und Beat, sowie die Amerikaner mit Ihrer Tochter, die gestern angekommen waren, nehmen auch an diesem Ausflug teil. Es ist stürmisch an diesem Morgen, aber wir fahren gegen 14.00 Uhr los.
Wir sehen unterwegs Kormorane mit roten Füssen und Schnäbeln auf den Felsen sitzen.
Als wir zur Insel mit den Seelöwen kommen, springen die vor Freude ins Wasser und toben. Zu schön! Wir fahren weiter zur Pinguin-Insel. Zuerst sehen wir wieder jede Menge Magellanpinguine mit ihren Jungen. Bis wir zur anderen Seite der Insel kommen, und da sind sie endlich: die Rockhoppers. Einfach herrlich, mittendrin zu sitzen und sie zu beobachten, wie sie an Land gespült werden, sich schütteln und dann die Felsen hoch hoppsen. Zu witzig! Wir sind sechs Stunden unterwegs, bekommen Obst, Getränke und Sandwiches als Verpflegung. Auf der Rücktour sehen wir unter anderem sehr viele Albatrosse. Abends gehen wir dann noch mit den Anderen Fisch essen. Auch die Langostinos waren super. Die Nacht haben wir auf dem Parkplatz von Darwin-Tours verbracht.

 

 

 

Wir sind früh aufgebrochen, da wir nicht wußten, was mit dem Streik passieren wird. In einer Panaderia haben wir uns kleine Kuchen und Brot geholt und sind dann in den Parque de Bosce zu den versteinerten Riesenbäumen gefahren. Die sollen etwa 150 Millionen Jahre alt sein. Es ist unglaublich, diese Bäume, diese Mondlandschaft, irgendwie glaubt man plötzlich an Dinosaurier!

 

Wir fahren weiter in den Nationalpark Monte Leon. Beobachten auch dort wieder Seelöwen, Kormorane und Möwen. Abends sind wir im Watt gelaufen und haben von dort aus die Höhlen fotografiert. Wir schlafen vor dem Ranger-Haus und haben noch mit Beat “Bier-Uhr”!

Am nächsten Morgen geht es weiter Richtung Rio Gallego. Sehen auf der Fahrt jede Menge Guanacos und viele Choicos am Straßenrand. Die Landschaft ist noch karger als bisher. Nur Steppe, so weit das Auge reicht. Wir fahren weiter mit der Fähre von Punta Delgada nach Bahia Azul und übernachten direkt an der Grenze in San Sebastian bei der ACE mit “unseren Brasilianern”. Weiter gehts über Schüttelpisten nach Rio Grande, wo wir nach langem Suchen und Durchfragen endlich Dollars in Pesos tauschen konnten.

Wir haben dort beim Carrefour eingekauft und bei YPF getankt und sind weiter nach Ushuaia. Dort war der Campingplatz Municipal geschlossen, sodass wir in den Nationalpark gefahren sind und dort am Lago Roca auf einem sehr schönen Platz übernachtet haben, wo es allerdings keinen Strom und auch kein Wasser (wie versprochen) gab. Aus dem Grunde sind wir zurück nach Ushuaia auf den “Rio Pipo”-

Campingplatz gefahren. Dort trafen wir dann auch wieder Theresia und Beat, zwei brasilianische und noch zwei schweizer Paare, außerdem eine chilenische Familie. Mit Allen haben wir Erfahrungen ausgetauscht und uns Tipps für die Weiterfahrt geholt.

In dem Aufenthaltsraum haben wir unsere Fotos bearbeitet und auf die Webside gebracht, Wäsche konnten wir auch mal waschen und trocknen lassen. Auch nicht schlecht zur Abwechslung. In Ushuaia haben wir uns Lammfelle gekauft, die wir für unsere Autositze, sowie für unsere Stühle nutzen, denn abends ist es doch empfindlich kühl. Auch haben wir uns leckere Kings-Crabbs gegönnt!